Proximale Humerusfraktur

Klassifikation nach ICD-10
S42.2 Fraktur des proximalen Endes des Humerus
S42.20 Teil nicht näher bezeichnet
S42.21 Kopf, Proximale Epiphyse, Humeruskopffraktur mit zwei bis vier Fragmenten
S42.22 Collum chirurgicum humeri
S42.23 Collum anatomicum
S42.24 Tuberculum majus
S42.29 Sonstige und multiple Teile, Tuberculum minus
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Die Proximale Humerusfraktur, synonym Oberarmkopffraktur, (ungenau: subkapitale Humerusfraktur) ist eine Bruchform des körperstammnahen Anteils des Oberarmknochens mit steigender Inzidenz. Bei momentan etwa 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern pro Jahr ist sie eine der häufigen Frakturen und macht 5 % aller Knochenbrüche aus. Die proximale Humerusfraktur tritt besonders oft bei einer Osteoporose auf.

60–80 % der proximalen Humerusfrakturen können konservativ behandelt werden, wenn sich die Fragmente um weniger als 1 cm verschoben haben oder der Winkel um weniger als 45° gekippt ist (Einteilung nach Neer, Gruppe I).

  1. Markus Müller: Chirurgie für Studium und Praxis : unter Berücksichtigung des Gegenstandskataloges und der mündlichen Examina in den ärztlichen Prüfungen. Medizinische Verlag- und Inform.-Dienste, Breisach am Rhein 2012, ISBN 978-3-929851-10-6.