Psychosynthese

Die Psychosynthese ist ein psychologischer und ein psychotherapeutischer Ansatz, der vom italienischen Psychiater Roberto Assagioli (1888–1974) entwickelt wurde. Sie entstand im Umfeld der frühen Psychoanalyse. In der Fachliteratur wird die Psychosynthese häufig als psychodynamisch bzw. tiefenpsychologisch orientierter, humanistischer und transpersonaler Ansatz beschrieben.

Im Mittelpunkt steht die Annahme, dass die menschliche Persönlichkeit aus verschiedenen bewussten und unbewussten Anteilen (sog. Teilpersönlichkeiten) besteht. Dazu zählen Ängste und Konflikte ebenso wie Begabungen, Bedürfnisse, Hoffnungen und Entwicklungspotenziale. Diese Anteile können um ein stabiles inneres Zentrum – das "bewusste Ich" – geordnet und zu einer integrierten Persönlichkeit zusammengeführt werden. Dabei werden sie in einem Prozess der "Synthese" verbunden.

Psychosynthese wird in Psychotherapie, Beratung und Coaching sowie in pädagogischen Kontexten angewendet.

  1. Roberto Assagioli: Handbuch der Psychosynthese: Grundlagen, Methoden und Techniken. 4. überarbeitete Auflage. Nawo Verlag GmbH, Rümlang/Zürich 2004, S. 16.
  2. Piero Ferrucci: Werde was du bist. rororo, Hamburg 1996, S. 21.
  3. Sascha Dönges und Catherine Brunner Dubey: Psychosynthese für die Praxis. Grundlagen, Methoden und Anwendungsgebiete. Kösel-Verlag GmbH & Co., München 2005, ISBN 3-466-30679-5, S. 2125.
  4. Sascha Dönges und Cahterine Brunner Dubey: Psychosynthese für die Praxis. Grundlagen, Methoden, Anwendungsgebiete. Kösel-Verlag GmbH & Co., München 2005, ISBN 3-466-30679-5, S. 24.