Pucken

Pucken ist eine Wickeltechnik für Säuglinge.

Im engeren Sinn bezeichnet es eine moderne Wickeltechnik, bei der Säuglinge in den ersten Lebensmonaten eng in ein quadratisches Moltontuch eingeschlagen werden. Die aufgeraute Oberfläche des Moltons sorgt dafür, dass der Puck zusammenhält. Pucken begrenzt die Bewegungen des Neugeborenen, was beruhigend wirkt und den Schlaf fördert. Diese Methode eignet sich für Säuglinge bis etwa zwei bis drei Monate, da der Puck bei älteren Babys durch bewusstes Strampeln schnell auseinanderfällt, und Babys ungefähr ab dem dritten Monat damit beginnen, ihre Umwelt auch mit den Händen zu erkunden.

Im weiteren Sinn ist Pucken ein Synonym für traditionelles Wickeln, bei dem das Baby so in Stoff eingewickelt wird, dass es sich nicht durch einfaches Strampeln befreien kann. Traditionelles Wickeln kann das Risiko für Hüftdysplasie erhöhen, wenn die Beine gestreckt und aneinandergelegt sind.

  1. So pucken Sie Ihr Baby richtig in Bildern, BabyCenter, LLC
  2. Michaela Glöckler, Wolfgang Goebel: Kindersprechstunde, Urachhaus, 13. Auflage, 1998, S. 281 f
  3. Vom Strampeln auf dem Weg zum Laufen 0-12 Monate, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 4. Juli 2024
  4. Puck, Rheinisches Wörterbuch, Band. 6, Sp. 1158, Z. 49, 1941–1944, Digitalisat, Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, abgerufen am 6. Januar 2026
  5. Kutlu et al. (1992), S. 598 f., Akman et al. (2007), S. 290. Literaturübersicht bei Mahan & Kasser (2008).