Quart (Steuer)

Die Quart, auch Türkenquart genannt, war eine Steuer zur Finanzierung der Türkenkriege (Türkensteuer). Sie wurde im Jahr 1529 in den österreichischen Ländern der Habsburger eingehoben. Die Quart war als Zwangsdarlehen gestaltet. Besteuert wurde aller Besitz der katholischen Kirche mit einem Viertel seines Wertes. Von dieser Höhe (im damaligen Sprachgebrauch lat. „quadrans, quartarius“ für ‚Viertel‘) leitet sich auch der Name der Steuer ab.

  1. Othmar Pickl: Fiskus, Kirche und Staat in Innerösterreich im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation (16./17. Jahrhundert). In: Hermann Kellenbenz, Paolo Prodi: Fiskus, Kirche und Staat im konfessionellen Zeitalter. Schriften des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts in Trient. Band 7. 27. Studienwoche 21.–25. September 1987. Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-08250-8, S. 100 und S. 102–103.