Queer-Theorie
Die Queer-Theorie (englisch queer theory, manchmal auch neumodisch als Queerismus bezeichnet) ist eine ab Anfang der 1990er Jahre in den USA entwickelte Kulturtheorie, die den Zusammenhang von biologischem Geschlecht (englisch sex), sozialem Geschlecht (englisch gender) und sexuellem Begehren (englisch desire) untersucht.
Die Queer Theorie teilt zentrale Anliegen der Kritischen Theorie, insbesondere die Analyse und Kritik gesellschaftlicher Machtverhältnisse, Normen und Hierarchien und die Frage nach gesellschaftlicher Emanzipation. Während die Kritische Theorie einen stärkeren Fokus auf ökonomische und materielle Bedingungen hat, legt die Queer Theorie den Fokus auf die Auflösung und Verschiebung von Identitäten und Normen, insbesondere bezüglich Geschlecht, Sexualität, Klasse, „Race“ und Behinderung.