Quetzalcoatlit

Quetzalcoatlit
Quetzalcoatlit auf Quarz aus der Typlokalität „Bambollita Mine“, Moctezuma, Mexiko (Sichtfeld: 2 mm)
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

1973-010

IMA-Symbol

Qzl

Andere Namen
  • Quetzalcoathit
Chemische Formel Cu32+Te26+Zn6[O12|(OH)6] · (Ag,Pb,□)Cl
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Oxide und Hydroxide
System-Nummer nach
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

IV/K.10-040

4.FE.45
34.06.03.01
Kristallographische Daten
Kristallsystem trigonal
Kristallklasse; Symbol ditrigonal-skalenoedrisch; 3 2/m
Raumgruppe (Nr.) P31m (Nr. 162)
Gitterparameter a = 7,93 Å; c = 9,10 Å
Formeleinheiten Z = 4
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 3
Dichte (g/cm3) gemessen: 6,05; berechnet: 4,82
Spaltbarkeit deutlich nach {1010}
Farbe capriblau; grün im Durchlicht
Strichfarbe hellblau bis weiß
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Glanz Perlglanz, matt
Kristalloptik
Brechungsindizes nω = 1,802
nε = 1,740
Doppelbrechung δ = 0,062
Optischer Charakter einachsig negativ
Pleochroismus sichtbar: ω = blaugrün; ε = farblos

Quetzalcoatlit ist ein sehr selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Oxide und Hydroxide“. Es kristallisiert im trigonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Cu32+Te26+Zn6[O12|(OH)6] · (Ag,Pb,□)Cl. Die in den runden Klammern angegebenen Elemente Silber und Blei können sich in der Formel jeweils gegenseitig vertreten (Substitution, Diadochie), stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals. Das Symbol □ zeigt an, dass dieser Strukturplatz nicht vollständig besetzt ist, das Kristallgitter also Leerstellen enthält.

Quetzalcoatlit entwickelt meist feinnadelige Kristalle in büscheligen Aggregaten, aber auch krustige Überzüge von capriblauer bis grüner Farbe bei hellblauer bis weißer Strichfarbe.

  1. Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: The New IMA List of Minerals – A Work in Progress – Updated: July 2024. (PDF; 3,6 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Juli 2024, abgerufen am 13. August 2024 (englisch).
  2. Laurence N. Warr: IMA–CNMNC approved mineral symbols. In: Mineralogical Magazine. Band 85, 2021, S. 291–320, doi:10.1180/mgm.2021.43 (englisch, cambridge.org [PDF; 320 kB; abgerufen am 5. Januar 2023]).
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