Rücktritt (Zivilrecht)

Mit dem Rücktritt kann ein Schuldverhältnis (z. B. Vertrag) durch einseitige Erklärung rückgängig gemacht werden. Das Recht zum Rücktritt (Rücktrittsrecht) kann sich aus gesetzlichen Vorschriften oder vertraglichen Vereinbarungen ergeben. Es handelt sich um ein Gestaltungsrecht, das durch eine empfangsbedürftige Willenserklärung geltend gemacht werden kann. Durch den Rücktritt wird das Schuldverhältnis in ein Rückgewährschuldverhältnis umgewandelt, welches in § 346 ff. BGB geregelt ist.

Der Rücktritt ist nicht mit dem Verbraucherwiderruf zu verwechseln.

  1. Hans Brox, Wolf-Dietrich Walker: Allgemeines Schuldrecht. Verlag C.H.BECK oHG, 2021, ISBN 978-3-406-75882-9, S. 172 Rn. 12, doi:10.17104/9783406758829-139 (beck-elibrary.de [abgerufen am 19. Dezember 2021]).