Radverkehrsnetzwerk

Ein Radverkehrsnetzwerk, auch Radverkehrsnetz oder Radnetz, ist ein Verkehrsnetz, welches komfortable und direkte Verbindungen zwischen Quellen und Zielen für den Radverkehr herstellt. In der Entwicklung eines Radverkehrsnetzes können für eine lückenlose und möglichst umwegfreie Befahrbarkeit alle für das Fahrradfahren geeigneten Wege und Straßen mit in die Planung einbezogen werden. Erst später im Planungsprozess werden schrittweise einzelne Wunschlinien oder Wege abgewogen und ggf. als Hauptroute mit besonderer Verbindungsfunktion ausgeschlossen, auch politisch. Der Radverkehr wird in Radverkehrsnetzen nicht nur auf Fahrradwegen und anderen Radverkehrsanlagen geführt, sondern auch im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen, z. B. in Tempo-30-Zonen. Typische Kennzeichen für Hauptrouten dieses Netzes sind eine fahrradfreundliche Gestaltung und eine spezielle, leicht erkennbare Fahrrad-Wegweisung.

Radverkehrsnetze werden in der Regel in Alltagsradverkehr sowie den Freizeit- bzw. touristischen Radverkehrs eingeteilt. Ziel für den Freizeitradverkehr ist es, insbesondere zu touristisch sehenswürdige Orte zu führen und besonders angenehm befahrbare Strecken zu nutzen, wenn möglich autoarm oder autofrei. Sie werden als Routen geführt, welche sich nicht an den üblichen, alltäglichen Quellen und Zielen orientieren. Überregionale Radfernwege verlaufen daher idealerweise möglichst flach, z. B. entlang von Flüssen und werden national oder europaweit (bspw. EuroVelo) zu einem Radwandernetz (auch Radfernwegenetz genannt), verbunden.

  1. Juliane Krause: Handbuch der kommunalen Verkehrsplanung. 60. Ergänzungslieferung Auflage. 2011, S. 2.
  2. Haase: Handbuch der kommunalen Verkehrsplanung. 59. Ergänzungslieferung Auflage. 2010.