Raschelmaschine
Die Raschelmaschine oder Raschel (früher auch als Polkamaschine bezeichnet) ist eine spezielle Kettenwirkmaschine. Die Raschelmaschine wurde nach der französischen Schauspielerin Rachel benannt, die Kleidungsstücke (Spencer) mit einer speziellen Optik trug. Zuerst wurden von der Apoldaer Firma Chr. Zimmermann & Sohn auf einem Fangkettenstuhl, dem Vorläufer der Raschelmaschine, Schals als tricot a la Rachel hergestellt und vermarktet. Später benutzte Wilhelm Barfuss den Namen Raschel anstatt Rachel (franz. noch heute machine Rachel) für die von ihm gebaute Maschine.
Die Richtung des Warenabzugs an der Raschel (nach unten) unterscheidet sich von dem an den normalen Kettenwirkmaschine (nach oben).
- ↑ Hugo Glafey (Hrsg.): Textil-Lexikon – Handwörterbuch der gesamten Textilkunde. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/Berlin 1937, S. 634.
- ↑ Ines Wünsch: Lexikon Wirkerei und Strickerei. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-87150-909-4, S. 190.
- ↑ Paul-August Koch, Günther Satlow: Großes Textil-Lexikon: Fachlexikon für das gesamte Textilwesen. Bd. L - Z Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1965, S. 221.