Rauchstraße (Berlin)
Die Rauchstraße ist eine Straße im Tiergartenviertel in Berlin. Sie führt von der Drakestraße zur Klingelhöferstraße.
Die frühere Zufahrt zum Albrechtshof (siehe Stadtplan von 1856) wurde 1863 zur mittleren Erschließungsstraße der Villenkolonie Albrechtshof ausgebaut und 1867 nach dem Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777–1857) benannt.
Sie verlief zunächst von der Lichtensteinallee zur Hitzigstraße (entsprach in etwa der heutigen Stülerstraße). 1873 wurde sie zur Friedrich-Wilhelm-Straße (seit 1961 Klingelhöferstraße) verlängert.
Sie hatte sie 27 nummerierte Grundstücke. Im Zweiten Weltkrieg wurden fast alle Häuser zerstört, außerdem wurden die Stülerstraße und die Klingelhöferstraße danach wesentlich verbreitert. Von der Vorkriegsbebauung sind nur noch drei Gebäude erhalten.
Der Straßenteil westlich der Drakestraße wurde Mitte der 1980er Jahre entwidmet. Auf den ehemaligen Grundstücke Nummer 12 bis 16 liegt heute das Erweiterungsgelände für den Zoologischen Garten.
Auf der nördlichen Seite zwischen Drakestraße und Stülerstraße entstand zur Internationalen Bauausstellung 1984–1987 ein interessantes Ensemble von Stadtvillen aus der Hand renommierter Architekten.
- ↑ 1856 Situations-Plan der Haupt- und Residenzstadt Berlin mit nächster Umgebung. Abgerufen am 13. Oktober 2025.
- ↑ Hartwig Schmidt: Das Tiergartenviertel. In: Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin. Beiheft 4. Gebr. Mann Verlag, Berlin, ISBN 3-7861-1277-0.
- ↑ Rob Krier and others, Rauchstrasse. In: Architecture in Berlin. 8. Juni 2008, abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).