Pelzhandelszentrum Leipziger Brühl

Das ehemalige Pelzhandelszentrum Leipziger Brühl hatte bis zum Zweiten Weltkrieg den Ruf als „Weltstraße der Pelze“. Das in Leipzig um die Straße Brühl gelegene Rauchwaren- und Pelzwaren-Großhandelsviertel, der bis 1933 weltbedeutendste Rauchwaren-Großhandelsplatz, verlor seine Führungsrolle endgültig, als in dem Jahr die Nationalsozialisten die Macht übernahmen. Seine Bedeutung für Gesamtdeutschland ging nach dem Zweiten Weltkrieg zu Ende. Zu DDR-Zeiten war die Pelzindustrie ab Ende der 1970er Jahre im VEB Kombinat Kunstleder und Pelzverarbeitung Leipzig vereinigt. Versuche, den Brühl nach der Wiedervereinigung als Pelzhandelszentrum zu erhalten, schlugen fehl, nach kurzer Zeit gab es dort keine Pelzunternehmen mehr. Der Mittelpunkt des Pelzhandels verblieb weiter ausschließlich in dem nach dem Krieg entstandenen Pelzhandelszentrum um die Frankfurter Niddastraße.