Rauk (Ägypten)
Das rauk (auch: rawk oder rōk; vom koptisch rōsh „Landvermessung“, aus dem demotischen ruḫ „Landverteilung“) bezeichnete im mittelalterlichen Ägypten das staatliche Verfahren der Vermessung und Registrierung (Katastrierung) von landwirtschaftlichen Flächen. Ziel war die Feststellung von Flächen, Besitz- und Eigentumsverhältnissen sowie des steuerlichen Werts der Parzellen. Der im rauk festgelegte Steuerwert diente einerseits als Grundlage für die Steuererhebung. Andererseits wurde er als Maßstab bei der Zuteilung von Land herangezogen, insbesondere wenn dieses als Iqṭāʿ-Land vergeben wurde.