Rechnergestützte Entwicklung

Unter rechnergestützter Entwicklung (englisch Computer-Aided Engineering (CAE)) versteht man eine Vielzahl von Methoden und Verfahren, die seit ca. den 1970er Jahren mit der Verbreitung von Computern und Software genutzt werden. Zeitgleich haben sich Computernetzwerke und digitalen Speichermedien entwickelt, die diese Entwicklungen erst ermöglicht haben. Die Grundlage bildet dabei die Elektronische Datenverarbeitung (EDV). Dabei spielt das massenhafte Verfügbarwerden der Geräte in Unternehmen und Instituten eine entscheidende Rolle. Im gleichen Zuge haben sich auch andere Technologien durch rechnergestützte Verfahren und Geräte verändert, z. B. die Messtechnik oder Automatisierungstechnik.

Die rechnergestützter Entwicklung hat ältere Konstruktionsabteilungen (vgl. auch Technisches Zeichnen) größtenteils abgelöst. In gleichem Maße werden Computer auch für die Forschung genutzt. Dabei spricht man jedoch kaum von rechnergestützter Forschung, sondern spricht eher von Modellierung und Simulation oder Computersimulation. Beides wird innerhalb von Forschung und Entwicklung genutzt.

Für all diese Anwendungen kamen zunächst dedizierte Workstations, beispielsweise von Sun Microsystems oder Silicon Graphics, in Frage, später dann massenhaft Computer (PCs, Desktop-PCs oder Notebooks). In großen Einrichtungen finden sich auch heute noch Mainframes, Cluster oder Supercomputer.

Eine rechnergestützte Entwicklung wird von geeigneten (modernen) Entwicklungsmethoden wie dem Systems Engineering, Software Engineering und Hardwaredesign (Mechanik und Elektrik/Elektronik) begleitet. Diese ermöglichen die Lösung komplexer Probleme und die Herstellung neuer Systeme und Produkte.

  1. Charles N. Calvano, Philip John: Systems engineering in an age of complexity. In: Systems Engineering. Band 7, Nr. 1, Januar 2004, ISSN 1098-1241, S. 25–34, doi:10.1002/sys.10054 (englisch, Online [abgerufen am 13. Februar 2026]).