Rechtsikonographie

Die Rechtsikonographie ist ein Forschungsfeld im Schnittbereich zwischen Rechtsgeschichte und Kunstgeschichte mit Bezügen zur Heraldik, Rechtsarchäologie und Rechtlichen Volkskunde. Ihr Forschungsgegenstand ist die Beschreibung und Deutung von bildlichen Darstellungen (Gemälde, Reliefs, Skulpturen, Graphiken, Holzschnitte usw.), denen ein rechtlicher Gehalt anhaftet. Es geht etwa um symbolische Gegenstände an historischen Gerichtsstätten, Illustrationen in Rechtsbüchern, Allegorien oder Gemälde mit rechtlichen Szenen (etwa Krönungen, Belehnungen, Gerichtsverfahren oder Bestrafungen). Die Rechtsikonographie ist traditionell ein Forschungsfeld und Teilfach der Rechtsgeschichte, wird heute aber interdisziplinär betrieben.

  1. Rechtsikonographie – Was ist das? Abgerufen am 27. Februar 2019.