Regularität (Freimaurerei)

Regularität bezeichnet in der Freimaurerei die Einhaltung grundlegender Prinzipien und Kriterien, die je nach freimaurerischer Tradition unterschiedlich interpretiert werden. In der anglo-amerikanischen Freimaurerei, insbesondere durch die Vereinigte Großloge von England (UGLE) geprägt, gilt eine Freimaurer-Großloge als „regulär“, wenn sie eine anerkannte Gründung nachweisen kann (z. B. durch ein Patent einer bereits bestehenden regulären Großloge), nur Männer aufnimmt, den Glauben an ein höchstes Wesen (Supreme Being) voraussetzt und bestimmte rituelle Vorgaben einhält. Diese Prinzipien wurden 1929 in den sogenannten „Basic Principles“ der UGLE formalisiert und bilden bis heute die Grundlage für die gegenseitige Anerkennung unter den traditionellen Großlogen des anglo-amerikanischen Raums. Dieses System basiert auf einem Geflecht gegenseitiger Anerkennungen, das nur gewährt wird, wenn die festgelegten Regularitätskriterien von beiden Seiten erfüllt werden.