Rehbock (Gerät)

Rehbock war der Deckname eines im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Funkzielgerätes (FuZG) mit der Kurzbezeichnung FuZG 64.

Funkzielgeräte wie das FuZG 64 dienten der Wehrmacht als Hilfsmittel zur Entfernungskalibrierung von Funkmessgeräten (FuMG) – heute nennt man sie Radargeräte – wie beispielsweise dem FuMG 40 „Mainz“, FuMG 41 „Mannheim“, FuMG 62 „Würzburg“ oder dem FuMG 65 „Würzburg-Riese“. Dazu empfing das FuZG mithilfe einer Antenne das vom zu prüfenden FuMG ausgesendete Hochfrequenzsignal (HF-Signal), verzögerte es um eine gewisse Zeitspanne und sendete es danach wieder zurück. Auf diese Weise wurde ein Radarziel in einer bestimmten Entfernung simuliert.

Hergestellt wurde das FuZG 64 Rehbock unter dem Fertigungskennzeichen bou von der Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegrafie m.b.H. in Berlin-Zehlendorf.

  1. Funkzielgerät FuZG 64 – Beschreibung und Bedienungsvorschrift. Werkschrift, Telefunken, November 1942, S. 1.