Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft (RMEL) war während der Zeit der Weimarer Republik von 1919 bis 1933 und während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 eine oberste Reichsbehörde. Dem Ministerium oblagen die landwirtschaftspolitischen Angelegenheiten des Deutschen Reiches. Es wurde von einem Reichsminister geleitet, dem wiederum ein Staatssekretär unterstand. Am 1. Januar 1935 wurde das Ministerium mit dem 1879 gegründeten Preußischen Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten („Preußisches Landwirtschaftsministerium“) zusammengelegt und erhielt bis 1938 die Bezeichnung „Reichs- und preußisches Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft“. Nach dem Ende des Nationalsozialismus 1945 und der Besatzungszeit wurde 1949 für die in den Westzonen gegründete Bundesrepublik Deutschland das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als Nachfolger eingerichtet.

  1. Laut Register der historischen Berliner Städtebau- und Baudenkmale im Stadtbezirk Mitte. Abgedruckt bei Hans Müther: Berlins Bautradition. Verlag Das Neue Berlin, Berlin (DDR) 1956, S. 85–108, hier S. 88.
  2. Laurenz Demps: Berlin-Wilhelmstraße. Eine Topographie preußisch-deutscher Macht. Ch. Links Verlag, Berlin 1994, S. 305, mit Nachweisen.
  3. Wolfgang Neugebauer (Hrsg.): Handbuch der preussischen Geschichte. Bd. 2. Berlin / New York 1992, S. 603, ISBN 3-11-008322-1.
  4. Joachim Tauber u. a. (Hrsg.): Archivführer zur Geschichte des Memelgebiets und der deutsch-litauischen Beziehungen. Oldenbourg, München 2006, ISBN 3-486-57902-9, S. 284.