Relativistic Heavy Ion Collider

RHIC (Relativistic Heavy Ion Collider, Beschleunigerring für relativistische Schwerionen) war ein Teilchenbeschleuniger am Brookhaven National Laboratory in Upton auf Long Island (USA).

RHIC diente der Entdeckung und Erforschung des Quark-Gluon-Plasmas und der Erforschung der Spin-Struktur des Protons. Er war in der Lage, polarisierte Protonstrahlen mit einer Energie von 200 Giga-Elektronenvolt (später 500 GeV) sowie unpolarisierte Strahlen schwererer Atomkerne von Deuterium bis Gold (Schwerionen) mit einer Energie von 200 GeV je Nukleon-Paar zur Kollision zu bringen. RHIC bestand aus zwei unabhängigen Beschleunigerringen, die einen Umfang von 3834 m hatten und sich an sechs Punkten kreuzten. An diesen Kreuzungspunkten fanden Teilchenkollisionen statt, dort standen auch die Experimente. Der Kollissionsbetrieb erstreckte sich von 2000 bis 2026.

Im Jahre 2011 wurde das bis dahin schwerste Antimaterie-Element, Anti-Helium 4, erzeugt und beobachtet.

Der fünfundzwanzigste und letzte Run am RHIC fand am 6. Februar 2026 statt und produzierte die erste Daten für das neue sPHENIX-Experiment. Die Analyse der am RHIC gewonnenen Daten wird schätzungsweise noch mindestens bis zum Jahr 2036 dauern. Wesentliche Bestandteile des RHIC werden im geplanten Electron-Ion Collider (EIC) wiederverwendet.

  1. Teilchenphysik-Durchbruch: Forscher erzeugen Rekord-Antimaterie. Spiegel Online, 24. April 2011.
  2. Brookhaven Lab’s RHIC Concludes 25-Year Run with Final Collisions. In: HPC Wire. 6. Februar 2026, abgerufen am 8. Februar 2026 (englisch).