Religion in der Volksrepublik China

Die Volksrepublik China ist ein laizistischer Staat und die Mehrheit der Chinesen bekennt sich offiziell zu keiner Konfession. Es gibt bis heute kein nationales Religionsgesetz, sondern nur vielerlei Dokumente. Das Verhältnis des Staats zu den Religionen ist unklar und lokal unterschiedlich. Die Regierung der Volksrepublik China fördert jedoch den chinesischen Volksglauben als “einzig kompatible Religion mit dem chinesischen Staatssystem”. Chinas indigene Religion ist der Daoismus. Dessen geistige und rituellen Vorläufer sind der chinesische Geisterglaube, die Geomantie und andere magische Künste (wie die Wahrsagerei und das Hand- und Gesichtslesen) sowie die Naturverehrung und der der Schamanismus als Ganzes. Der Buddhismus kam erst um die Zeitenwende über die Seidenstraße und auf dem Seeweg nach China. Über die Seidenstraße kam später auch der Islam nach China und ab dem 12. Jahrhundert gibt es erste Kontakte mit dem Christentum.

  1. Roman Malek: Hoffnung und Sorge. Das Christentum und seine Erscheinungsformen in der Volksrepublik China. (PDF; 127 kB) Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Januar 2006; abgerufen am 7. Februar 2013.
  2. Michael Dillon: Religious Minorities and China. Minority Rights Group International, 2001 (englisch).
  3. Madsen, Richard (October 2010). "The Upsurge of Religion in China". Journal of Democracy. 21 (4): 64–65. (PDF; 533 kB) 1. November 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 1. November 2013; abgerufen am 24. März 2024.
  4. Hans-Günter Wagner: Der Daoismus. Chinas indigene Religion und Philosophie. Origo, Bern 2025, ISBN 978-3-282-00214-6, S. 31.
  5. Hans-Günter Wagner: Buddhismus in China. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Matthes&Seitz, Berlin 2020, ISBN 978-3-95757-844-0, S. 143 ff.