Alpine F1 Team
| Name | BWT Alpine F1 Team |
|---|---|
| Unternehmen | Alpine Racing Limited |
| Unternehmenssitz | Enstone |
| Teamchef | Flavio Briatore (kommissarisch) |
| Techn. Direktor | David Sanchez |
| Saison 2026 | |
| Fahrer | (10) Pierre Gasly (43) Franco Colapinto |
| Testfahrer | Paul Aron Kush Maini |
| Chassis | Alpine A526 |
| Motor | Mercedes |
| Reifen | Pirelli |
| Statistik | |
| Erster Grand Prix | Großbritannien 1977 |
| Gefahrene Rennen | 476 |
| Konstrukteurs-WM | 2 (2005, 2006) |
| Fahrer-WM | 2 (2005, 2006) |
| Rennsiege | 36 |
| Pole Positions | 51 |
| Schnellste Runden | 32 |
| Position 2025 | 10. (22 Punkte) |
| Punkte | 2092 |
| (Stand: Großer Preis von Japan, 29. März 2026) | |
Das Alpine F1 Team ist der Markenauftritt des zum Automobilkonzern Renault gehörenden Sportwagenherstellers Alpine in der Formel-1-Weltmeisterschaft und geht in der Saison 2026 mit Kundenmotoren von Mercedes und den Fahrern Pierre Gasly und Franco Colapinto als BWT Alpine Formula One Team an den Start.
Renault war bereits von 1977 bis 1985 mit einem in Eigenregie aufgebauten Werksteam als Équipe Renault in der Formel 1 engagiert. Das derzeit als Alpine F1 Team auftretende Unternehmen, nach seinem Firmensitz inoffiziell als Team Enstone bezeichnet, steht in keiner direkten organisatorischen oder operativen Verbindung dazu und wurde zur Jahrtausendwende bereits in der Formel 1 etabliert von Renault erstmals aufgekauft. Es erschien 2000 und 2001 noch unter dem Namen des Vorbesitzers Benetton und dann von 2002 bis 2009 als Renault F1 Team. In dieser Zeit gelangen mit Fernando Alonso zwei Fahrer- und Konstrukteurstitel. Zwischen 2010 und 2015 hielt Renault anfangs nur noch wenige, dann gar keine Unternehmensanteile mehr, belieferte den zwischenzeitlich als Lotus F1 Team auftretenden Rennstall aber weiter mit Motoren. 2016 kaufte Renault das Team zurück und benannte es in Renault Sport F1 Team bzw. Renault DP World F1 Team um. Seit einem Rebranding zur Saison 2021 trägt es den aktuellen Namen.
Da das Alpine F1 Team in der Saison 2026 Antriebe von einem Dritthersteller, dem Mercedes AMG F1 Team, bezieht, verlor es den Status als Werksteam und wurde zum bislang ersten Formel-1-Rennstall, der sich im Besitz eines Automobilkonzerns befindet, aber keine eigenen Motoren einsetzt. Betrieb und Entwicklung der Fahrzeuge selbst werden weiterhin durch die im Whiteways Technical Centre im britischen Enstone beheimatete Alpine Racing Limited durchgeführt.
Das zuletzt im französischen Viry-Châtillon angesiedelte Renault-Motorenprogramm wurde mit dem Ablauf der Saison 2025 nach fast 50 Jahren und im Status als einer der erfolgreichsten Motorenlieferanten der Formel-1-Geschichte offiziell beendet. Der Konzern etablierte ab 1977 die wegweisende Turbo-Technologie im Grand-Prix-Sport und ermutigte zahlreiche weitere Automobilhersteller zum Einstieg in die höchste Motorsportklasse. Als Werkspartner von Teams wie Williams, Benetton und Red Bull gewann Renault zwischen 1992 und 2013 insgesamt neun Fahrerweltmeisterschaften und zehn Konstrukteursweltmeisterschaften. Das letzte Renault-Kundenteam war McLaren Racing in der Saison 2020.
- ↑ „Von McLaren: Alpine stellt David Sanchez als neuen technischen Leiter vor“ (Motorsport-Total.com am 2. Mai 2024)