Repräsentativitätsheuristik
Die Repräsentativitätsheuristik ist eine Urteilsheuristik (Urteilsentscheidungsregel), in der die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen danach bewertet wird, wie genau sie bestimmten Prototypen entsprechen. Dies geschieht ebenso mit Objekten, die in Klassen eingeschätzt werden sollen. Objekte, die für eine gewisse Klasse repräsentativ wirken, werden mit einer zu hohen Wahrscheinlichkeit in eine Klasse eingeordnet. Dies führt nicht immer zu kompletten Fehleinschätzungen – intuitive Eindrücke sind oft zutreffender als tatsächliche Schätzungen basierend auf Wahrscheinlichkeiten.
- ↑ David G. Myers: Psychologie. Springer, Berlin 2008, ISBN 978-3-540-79032-7, S. 437.
- ↑ Hanno Beck: Behavioral Economics: eine Einführung. Springer Gabler, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-03366-8, S. 28–38.
- ↑ Daniel Kahneman: Schnelles Denken, langsames Denken. Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt. 3. Auflage. Siedler Verlag, München 2011, ISBN 978-3-328-10034-8, S. 190.