Resilienz (Zahnmedizin)

Unter Resilienz (von lateinisch resilire: zurückspringen, abprallen, nicht anhaften) versteht man in der Zahnmedizin die Nachgiebigkeit der Mundschleimhaut bei Belastung. Je nach Beschaffenheit und Dicke weist die Mundschleimhaut unterschiedliche Resilienzen auf. In der Drüsen- und Fettgewebszone im Oberkiefer können lokal bis zu 3 mm Resilienz beobachtet werden, in der median fibrösen Zone des Gaumens, dem Torus palatinus, dagegen nur Bruchteile von Millimetern. Zu den Erforschern der Resilienz gehörte etwa der türkische und auch in Deutschland ausgebildete Zahnmediziner Lem'i Belger.

  1. Rudolf W. Ott: Klinik- und Praxisführer Zahnmedizin. Georg Thieme Verlag, 2003, ISBN 978-3-13-131781-0, S. 494 (google.com).
  2. Lem'i Belger: Elastizität der Gaumenschleimhaut (Resilienz). Dissertation 1947.
  3. Ali Vicdani Doyum: Alfred Kantorowicz unter besonderer Berücksichtigung seines Wirkens in İstanbul (Ein Beitrag zur Geschichte der modernen Zahnheilkunde). Medizinische Dissertation, Würzburg 1985, S. 227–232 und öfter.