Hörverlust

Klassifikation nach ICD-10
H90.- Hörverlust durch Schallleitungs- oder Schallempfindungsstörung
H91.- Sonstiger Hörverlust
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
AB50 Angeborene Beeinträchtigung des Hörvermögens
AB50.0 Angeborener Hörverlust durch Schallleitungsstörung
AB50.1 Angeborener Hörverlust durch Schallempfindungsstörung
AB50.2 Angeborener kombinierter Hörverlust durch Schallleitungs- und Schallempfindungsstörung
AB51 Erworbene Beeinträchtigung des Hörvermögens
AB51.0 Erworbener Hörverlust durch Schallleitungsstörung
AB51.1 Erworbener Hörverlust durch Schallempfindungsstörung
AB51.2 Erworbener Hörverlust durch Schallleitungs- oder Schallempfindungsstörung
AB52 Taubheit o. n. A.
AB53 Ototoxischer Hörverlust
AB56 Vererbter Hörverlust
AB5Y Sonstige näher bezeichnete Krankheiten mit Beeinträchtigung des Hörvermögens
AB5Z Krankheiten mit Beeinträchtigung des Hörvermögens, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Unter Hörverlust (Hypakusis, auch Hypoakusis) versteht man einen teilweisen oder vollständigen Verlust des Hörvermögens. Die Ausprägung der Störung kann von leichter Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit reichen und vielfältige Ursachen haben. Nach einer Untersuchung 2017 sind in Deutschland etwa 16 % der erwachsenen Gesamtbevölkerung (18 Jahre und älter) nach der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation schwerhörig. Naturgemäß steigt der Anteil Schwerhöriger mit zunehmendem Alter.

Eine Schwerhörigkeit kann ihre Ursache im gesamten Bereich der Hörorgane haben. Dazu zählen das Außenohr mit der Ohrmuschel und dem Gehörgang, das Mittelohr, die Hörschnecke, weiter der Hörnerv und die Hörbahn bis zur Hörrinde im Gehirn. Je nach Sitz der Ursache werden eine Schallleitungsschwerhörigkeit (abgekürzt SLS) bei Störung im Außen- und Mittelohr, eine Schallempfindungsschwerhörigkeit (SES oder IOS für Innenohrschwerhörigkeit) bei Störung in der Hörschnecke, eine neurale Schwerhörigkeit (bei Störungen des Hörnerven) und für den Bereich der Hörbahn im Gehirn eine zentrale Schwerhörigkeit unterschieden. Als Kombinierte Schwerhörigkeit wird die Kombination von SLS und IOS bezeichnet.

  1. P. von Gablenz, E. Hoffmann, I. Holube: Prävalenz von Schwerhörigkeit in Nord- und Süddeutschland. HNO (2017), online first. doi:10.1007/s00106-016-0314-8. PMID 28271167
  2. P. von Gablenz, I. Holube: Prävalenz von Schwerhörigkeit im Nordwesten Deutschlands. In: HNO, 2015, 63(3), S. 195–214; doi:10.1007/s00106-014-2949-7. PMID 25720301