Revolutionäre Zellen (Deutschland)

Revolutionäre Zellen (RZ) war eine linksextremistische Terrorgruppe in der Bundesrepublik Deutschland. Die „Revolutionären Zellen“ waren von den 1970er Jahren bis in die 1990er Jahre hinein aktiv und begriffen sich als Teil der Autonomen Bewegung. In den RZ kristallisierten sich zwei verschiedene Strömungen heraus: Ein Teil war – ähnlich wie die Rote Armee Fraktion (RAF) – antiimperialistisch orientiert, während ein anderer Teil einen sozialrevolutionären Ansatz vertrat. Zwischen beiden Flügeln gab es heftige Auseinandersetzungen, so dass ihre größte Gemeinsamkeit neben dem Namen ihre dezentrale Organisationsform war. Die Rote Zora war eine Frauengruppe, die sich in diesem Zusammenhang organisierte. Die Jugendorganisation der Revolutionären Zellen nannte sich Revolutionäre Viren.

  1. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland: Eine kritische Bestandsaufnahme. Springer, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-04506-7, S. 173.
  2. Prozess um Opec-Attentat: Suder und Gauger schweigen. In: Spiegel Online. Abgerufen am 4. August 2016.
  3. Revolutionäre Viren. Der Spiegel 29/1987.