Rheingold (Zug)
Rheingold war der Name eines europäischen Fernverkehrszugs, der ab 1928 gemeinsam von der Deutschen Reichsbahn (DR), beziehungsweise später der Deutschen Bundesbahn (DB), mit den Nederlandse Spoorwegen (NS), den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und den Ferrovie dello Stato Italiane (FS) betrieben wurde. Er verkehrte zwischen Hoek van Holland bzw. Amsterdam und wechselnden Zielorten in der Schweiz über Arnhem, Köln, durch das Rheintal und über Mannheim und Karlsruhe. Kurzzeitig wurde er ab 1938 bis Mailand verlängert. In Deutschland war er als Fernschnellzug und in den übrigen beteiligten Staaten als Schnellzug klassifiziert. Bis zur kriegsbedingten Einstellung 1939 verkehrte der Rheingold mit eigens dafür beschafften Pullmanwagen der Deutschen Reichsbahn.
Die Deutsche Bundesbahn führte den Zuglauf nach dem Zweiten Weltkrieg 1951 wieder ein, nunmehr mit allen drei Wagenklassen und zwischen Köln und Hoek van Holland mit leicht verändertem Laufweg über Venlo und Rotterdam. Bis 1954 wurde er zunächst als Rheingold-Expreß bezeichnet.
Ab 1962 brachte die DB erneut eigens für den Rheingold entworfene Wagen zum Einsatz, darunter Aussichtswagen im Stile amerikanischer „Dome Cars“, und stufte ihn 1965 zum Trans-Europ-Express (TEE) hoch. 1987 wurde der Zuglauf schließlich eingestellt, nachdem er kurzzeitig ab 1983 noch einen Flügelzug zwischen Mannheim und München erhalten hatte. Verschiedene für den Rheingold beschaffte Wagen aus den Jahren 1928 bis 1965 sind erhalten geblieben und werden für Sonderfahrten und museale Zwecke eingesetzt.