Rich Internet Application

Rich Internet Application (RIA; englisch für „reichhaltige Internet-Anwendung“) bezeichnet eine Webanwendung mit vielen Eigenschaften einer Desktopanwendung. Das Konzept steht in engem Zusammenhang mit der Single-Page-Webanwendung und bietet dem Benutzer interaktive Funktionen wie Drag and Drop, Kontextmenüs, WYSIWYG-Bearbeitung usw. Der Begriff wurde erstmals 2002 vom Unternehmen Macromedia eingeführt, um ihr Produkt zu beschreiben, das später zu Adobe Flash wurde. Im Laufe der 2000er Jahre wurde der Begriff verallgemeinert und bezeichnete dann browserbasierte Anwendungen, die mit konkurrierenden Browser-Plug-in-Techniken wie Java-Applets oder Microsoft Silverlight entwickelt wurden.

Mit der Abkehr von Browser-Plug-ins und dem Übergang zu standardisierten HTML5-Techniken wurden Rich Internet Applications durch JavaScript-basierte Webanwendungen ersetzt, darunter Single-Page-Anwendungen und Progressive Webanwendungen.