Riesenresonanz
Riesenresonanzen sind angeregte Zustände von Atomkernen, an denen ein großer Anteil der Nukleonen des Kerns beteiligt sind. Man kann sie interpretieren als kollektive Schwingungen von Nukleonen, ähnlich der Vibration eines Flüssigkeitstropfens, wobei bei in vielen Fällen die Protonen und die Neutronen und/oder die beiden unterschiedlichen Spinrichtungen jeweils als separate Flüssigkeiten aufgefasst werden können. Der Name stammt von den relativ großen Wirkungsquerschnitten, die in den sie anregenden Streuexperimenten beobachtet wurden.
Von besonderer Bedeutung sind elektrische Dipol-Riesenresonanzen, englisch Giant Dipole Resonance (GDR)
- ↑ B. L. Berman, S. C. Fultz: Measurements of the giant dipole resonance with monoenergetic photons. In: Reviews of Modern Physics. Band 47, Nr. 3, 1. Juli 1975, S. 713–761, doi:10.1103/RevModPhys.47.713 (englisch, aps.org [abgerufen am 2. März 2025]).