Rieterkirche St. Marien und Christophorus

St. Marien und Christophorus, gewöhnlich Rieterkirche genannt, ist die evangelisch-lutherische Kirche in Kalbensteinberg, einem Gemeindeteil des Marktes Absberg im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Sie ist Pfarrkirche des Pfarrverbunds Kalbensteinberg/Fünfbronn im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Gunzenhausen. Die namensgebenden Rieter von Kornburg haben als Stifter die Kirche als persönliches Denkmal betrachtet und mit zahlreichen Kunstwerken ausgestattet. Bemerkenswert dabei ist, dass die Kirche und ihr Inventar nie einem Brand, einem Krieg oder dem Ikonoklasmus zum Opfer fielen, weswegen ihre im Original erhalten gebliebenen Kunstschätze das „Fränkische Schatzkästchen“ zu den kulturhistorisch wertvollsten Baudenkmälern der Region machen. Zum Inventar zählen – für eine evangelische Kirche ungewöhnlich – eine große Anzahl katholischer Bildwerke und Heiligenstatuen, eine russisch-orthodoxe Ikone des Theodor Stratelates als wertvollstes Exemplar der Sammlung sowie eine Marienfigur mit Kind aus Terrakotta, die dafür sorgte, dass die Rieterkirche bis zur Reformation eine Wallfahrtskirche war.

  1. Werner Spoerl: Die Rieterkirche zu Kalbensteinberg St. Marien und Christophorus. Überarbeitet von Daniel Schönwald und Thomas Müller, Evang.-Luth. Pfarramt Kalbensteinberg 2015, S. 14.
  2. Leif Geiges und Adolf Lang: Altmühlfränkisches Mosaik. 1. Auflage. Freiburg im Breisgau 1982, S. 178.
  3. Johann Schrenk, Karl Friedrich Zink: Gotteshäuser. Kirchenführer Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Treuchtlingen 2008, S. 112.