Rigorismus

Der Rigorismus (von lateinisch rigor „Steifheit, Härte, Unbeugsamkeit“) bezeichnet

  • allgemein: eine überstrenge, starre Denk- und Handlungsweise, die an Grundsätzen und Prinzipien festhält, ohne Rücksicht auf die konkreten Bedingungen und Situationen
  • im engeren Sinne: ein ethischer Standpunkt, nach welchem die Moralgesetze unter allen Umständen einen verpflichtenden Charakter besitzen.

Die Adjektive „rigoros“ und „rigid“ sind teilsynonym, insofern sie beide unter anderem „hart“ oder „streng“ bedeuten. Unter dem Substantiv Rigorismus werden theoretische Begründungen für eine insbesondere ethische/moralische Härte beschrieben, zumeist mit einer abwertenden Konnotation.

  1. zeno.org
  2. Wahrig: Wörterbuch der deutschen Sprache. Hrsg. und neu bearb. von Renate Wahrig-Burfeind. Dt. Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-423-34450-0.