Rindenspringspinne
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Rindenspringspinne (Marpissa muscosa), Weibchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Marpissa muscosa | ||||||||||||
| (Clerck, 1757) |
Die Große Rindenspringspinne oder einfach Rindenspringspinne (Marpissa muscosa), auch Rindenstreckspringer genannt, ist eine Spinne aus der Familie der Springspinnen (Salticidae). Sie ist paläarktisch verbreitet und besiedelt vor allem sonnige Baumstämme, Pfosten oder Holzstapel. Die Art zählt dank ihrer Anpassungsfähigkeit zu den in Mitteleuropa häufigen Vertretern ihrer Familie und fällt durch ihre für Springspinnen stattliche Größe auf. Ihre Trivialnamen erhielt die Spinne durch ihr gehäuftes Auftreten auf Baumrinde.
Bei der Rindenspringspinne handelt es sich um eine tagaktive Art, die als Aufenthaltsort für die Nacht ein Wohngespinst etwa unter Rinde anlegt. Beutetiere werden von der wie alle Spinnen räuberisch lebenden Rindenspringspinne nach Eigenart der Familie im Sprung erbeutet. Auffällig ist die innerartliche Hierarchie, die beim Jagdverhalten zum Vorschein kommt. Zum Beutespektrum zählen beliebige Insekten, auch solche, die größer als die Spinne selbst sind.
Vor der Paarung findet eine für Springspinnen typisch ausgeprägte Balz statt. Ein begattetes Weibchen der Rindenspringspinne legt mehrere Eikokons ab, deponiert sie in seinem Wohngespinst und bewacht diese dort, betreibt also Brutpflege. Die geschlüpften Jungtiere werden nach dem Schlupf selbstständig und wachsen innerhalb zweier Jahre über mehrere Fresshäute (Häutungsstadien) heran.