Ritter zu Groenesteyn (Adelsgeschlecht)
Ritter zu Groenesteyn ist der Name eines Ur-Adelsgeschlechts aus dem 9. Jahrhundert, welches seine Ursprünge in Frankreich hat. Zuerst gesichert ist Osmond le Danois, als Vormund des Richard I. Herzog der Normandie. Guiliaume de Melun, als Miles (=Ritter), erstmals im Jahr 1220 genannt. Um 1240 wird ein Willem „de Ridder“ urkundlich im Erzbistum Utrecht und ab 1405 das erste Mal unter dem Namen „de ridder van Groenesteijn“ erwähnt, nach seinen Sitz auf der Burg Groenesteijn bei Langbroeck, im Erzbistum Utrecht. Mit Stefan Reichsfreiherr von Ritter zu Grünstein wird das Geschlecht in den deutschen Reichsritterstand erhoben und erhält 1652 ihren Adelsbrief zu Wien. Ab 1640 sind sie in Kiedrich, Kurmainz, ansässig und sind später über dessen Nachkommen in Bayern angesiedelt.
Im Raum Utrecht gab es hauptsächlich zwei Linien. Die ältere Linie genannt „de Ridder van Lunenburg“ (Melunen Burg) und die jüngere Linie „de Ridder van Groenesteyn“ so wie mehrere Nebenlinien. Die ältere Linie und alle Nebenlinien erlöschen, einzig die Groenesteyner Linie besteht fort.
Allerdings, eine jüngere verschollene Seitenlinie des Groenesteyner Stammes, die sich um 1426 trennt, nach Utrecht in die Stadt zieht und somit im Bürgertum aufgeht, nennt sich nur „de Ridder“ wurde, erst jüngst wiederentdeckt und soll bis heute bestehen.
Es gab variierende Schreibweisen, van Groenesteijn, van Groenestijn, van Gronesteyn , van Grornesteyn. Im Raum Mainz war es die Namensnennung der Ritter zu Grünstein, so wurde auch im bayerischen Raum zunächst der Name Freiherr von Ritter zu Grünstein geführt. Ab 1921 kam man wieder auf die ursprüngliche Schreibweise Freiherr von Ritter zu Groenesteyn zurück.