Robert Edward Lee

Robert Edward Lee (* 19. Januar 1807 auf der Stratford-Hall-Plantage, Virginia; † 12. Oktober 1870 in Lexington, Virginia) war bis 1861 Oberst des US-Heeres und anschließend während des Amerikanischen Bürgerkrieges (1861–1865) der erfolgreichste General der Konföderierten Staaten (Südstaaten).

Seinen Ruhm begründete er durch zahlreiche Siege, die er mit unterlegenen Kräften gegen Unions-Armeen erfocht. Sein bedeutendstes Kommando war der Oberbefehl über die Nord-Virginia-Armee. Noch im Januar 1865 zum Oberbefehlshaber des gesamten konföderierten Heeres ernannt, musste er schließlich vor den Truppen von Unions-General Ulysses S. Grant die Waffen strecken. Seine Kapitulation in Appomattox Court House am 9. April 1865 gilt als Endpunkt des Bürgerkriegs. Anschließend setzte er sich für die Aussöhnung zwischen den Kriegsparteien ein und wurde Präsident der heutigen Washington and Lee University in Lexington, Virginia. Lee wird teilweise heute noch als Held verehrt – vor allem, aber nicht nur, in den Südstaaten. Dass er letztlich für die Aufrechterhaltung der Sklaverei kämpfte, wird jedoch zunehmend kritisch gesehen. In den letzten Jahren wurden einige ihm gewidmete Denkmäler abgebaut, was zu teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen konservativen und liberalen US-Amerikanern führte.