Ross-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
L74.8 Sonstige Krankheiten der ekkrinen Schweißdrüsen
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
EE01.0 Hypohidrose bei defekter sudomotorischer Innervation oder Funktion
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Das Ross-Syndrom, auch familiäre Anhidrose oder Anhidrose-Syndrom, ist eine neurologisch-dermatologische Erkrankung definiert durch das gleichzeitige Auftreten von verminderter oder aufgehobener Schweißsekretion (Hypo- oder Anhidrose), tonischer Pupillenkontraktion (Pupillotonie) und abgeschwächten oder erloschenen Muskeleigenreflexen (Hyporeflexie oder Areflexie). Das Ross-Syndrom ist eine seltene Erkrankung. Bis 1992 sind lediglich 18 medizinische Fallbeschreibungen veröffentlicht worden. Im angloamerikanischen Sprachraum werden auch die Synonyme General acquired sudomotor denervation oder Progressive selective anhidrosis verwendet.

Die Erstbeschreibung des Syndroms erfolgte durch A.T. Ross im Jahr 1958.

  1. M. Weller u. a.: Tonic pupil, areflexia, and segmental anhidrosis: two additional cases of Ross syndrome and review of the literature. In: J Neurol. 1992 Apr;239(4), S. 231–234. PMID 1597691
  2. P. Altmeyer: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie: Therapie kompakt von A-Z. 2. Auflage. Springer-Verlag, 2005, ISBN 3-540-23781-X, S. 65. Eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche.
  3. A. T. Ross: Progressive selective sudomotor denervation; a case with coexisting Adie's syndrome. In: Neurology. 1958 Nov;8(11), S. 809–817. PMID 13590391