Rothenburg ob der Tauber

Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten: 49° 23′ N, 10° 11′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 430 m ü. NHN
Fläche: 41,67 km²
Einwohner: 11.365 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 273 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91541
Vorwahl: 09861
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 193
Stadtgliederung: 39 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
91541 Rothenburg ob der Tauber
Website: stadt.rothenburg.de
Oberbürgermeister: Markus Naser (FRV)
Lage der Stadt Rothenburg ob der Tauber im Landkreis Ansbach

Rothenburg ob der Tauber () ist eine Große Kreisstadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach in Bayern, die an der Grenze zu Baden-Württemberg liegt. Sie ist Teil der Metropolregion Nürnberg.

Mit der weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Altstadt ist die Große Kreisstadt Rothenburg eine weltbekannte Sehenswürdigkeit mit vielen Baudenkmälern und Kulturgütern. Herausragend an der Altstadt ist, dass sie sehr ursprünglich wirkt, da trotz der Kriegszerstörungen von 1945 und des schlichten, unauffälligen Wiederaufbaus praktisch keine modernistischen Brüche erkennbar sind. Der historische Stadtkern ist von einer begehbaren Stadtbefestigung umgeben und in die weitgehend unverbaute Landschaft des Flusstals der Tauber eingebettet. Es wird seit Jahrzehnten versucht, diese Ursprünglichkeit weitestgehend zu erhalten. Zudem ist Rothenburg für mehrere Museen bekannt, etwa das Kriminalmuseum, das RothenburgMuseum (bis 2019 Reichsstadtmuseum), das Handwerkerhaus und das Weihnachtsmuseum von Käthe Wohlfahrt. Zu den überregional bekannten Veranstaltungen gehören der Meistertrunk (Kulturerbe auf bayerischer seit 2014 und auf deutscher Liste seit 2016), die Reichsstadttage, der Weihnachtsmarkt und das Taubertal-Festival.

Von 1274 bis 1803 war Rothenburg eine Reichsstadt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor die Stadt an Bedeutung. Sie blieb zwar das Zentrum eines ausgedehnten Landgebiets und ein kultureller Mittelpunkt, entwickelte sich aber nur allmählich weiter, wodurch das alte Stadtbild überwiegend erhalten blieb. Im 19. Jahrhundert „versteinerte“ die Stadt nicht zuletzt wegen ihrer Grenzlage zu Württemberg. Ansätze zur Industrialisierung waren vorhanden, aber ein Eisenbahnanschluss fehlte bis 1881. Rothenburg galt bereits vor dem Zweiten Weltkrieg als bedeutender Zielort des Tourismus in Deutschland. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde durch ein geschicktes, einmaliges Konzept des Wiederaufbaues der 1950er und 1960er Jahre die erhaltene Bausubstanz in der teils zerstörten östlichen Altstadt bewahrt, und man erfüllte damit sowohl die Ansprüche des Denkmalschutzes wie auch des modernen Wohnens. Von den 1885 etwa 950 vorhandenen Gebäuden innerhalb der Stadtmauern überstanden 592 den Krieg ohne Schäden und 52 mit teilweise erfolgter Zerstörung. Ein Besucher wird die nach 1945 entstandenen Gebäude, welche die erhaltene Bausubstanz mit einbezogen haben, erst auf den zweiten Blick erkennen, obwohl sie keineswegs romantisierend-kitschig wirken. Ab 1950 wurde die Stadt zu einem der Höhepunkte an der Romantischen Straße, der ersten Ferienstraße Deutschlands. Bis 1972 war sie kreisfrei und Sitz des gleichnamigen Landkreises. Stadt und Landkreis kamen dann zum Landkreis Ansbach und Rothenburg wurde zur Großen Kreisstadt mit gewissen Selbstverwaltungsrechten erhoben.

  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
  2. Wiederaufbau: Gekonnte Kopie des Mittelalters und perfektes Disneyland. Begeistert sind nicht nur Touristen, auch Gastwirte, Hoteliers und der Stadtkämmerer | www.rothenburg-unterm-hakenkreuz.de. Abgerufen am 28. Dezember 2022.