Rudolf Höß
Rudolf Franz Ferdinand Höß [hœs] (* 25. November 1901 in Baden-Baden; † 16. April 1947 in Auschwitz) war ein deutscher Nationalsozialist, SS-Obersturmbannführer und von Mai 1940 bis November 1943 Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz. Er war verantwortlich für den Tod von weit mehr als einer Million Menschen und wurde als Kriegsverbrecher 1947 zum Tode durch den Strang verurteilt und am Ort des ehemaligen Stammlagers hingerichtet.
- ↑ Das Geburtsjahr 1901 geht nicht nur aus der Geburtsurkunde des Standesamts Baden-Baden oder der Heiratsbescheinigung im Familienstammbuch vom 17. August 1929 hervor. Es findet sich zudem auch in allen Schülerlisten sowie den Meldedaten in Mannheim. Bei einer Razzia in Schwerin 1923 und im Parchimer Prozess 1924 sowie in allen späteren Lebensläufen, darunter auch in Höß’ handschriftlichem Lebenslauf von 1936, behauptet er, 1900 geboren zu sein. Als „weißer Jahrgang“ wäre er nicht mehr zum Militärdienst herangezogen worden, weswegen er 1900 als Geburtsjahr angab, um seine Beteiligung am Ersten Weltkrieg glaubhafter machen zu können. Der Nachweis bei Wilhelm Kreutz, Karen Strobel: Der Kommandant und die Bibelforscherin: Rudolf Höß und Sophie Stippel. Zwei Wege nach Auschwitz (= Schriftenreihe MARCHIVUM 1). Mannheim 2018, S. 27 ff.