Südwestdeutsches Stufenland

Das Südwestdeutsche Stufenland ist eine geologisch und geomorphologisch durch Schichtstufen geprägte Großlandschaft östlich des Oberrheingrabens in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen und zu geringen Anteilen in der Schweiz. Sie ist durch die Anhebung von Schwarzwald und Odenwald seit dem Oligozän in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Einbruch des Oberrheingrabens entstanden. Linksrheinisch liegt ihr das Nordfranzösische Schichtstufenland gegenüber.

Das Südwestdeutsche Stufenland wird in der Literatur auch unter Südwestdeutsches Schichtstufenland, Südwestdeutsche Schichtstufenlandschaft, Schwäbisch-Fränkische(s) Schichtstufenland(schaft) und Süddeutsche(s) Schichtstufenland(schaft) geführt, wobei diese Begriffe im engeren Sinne nur die echten Schichtstufenlandschaften aus Trias und Jura bezeichnen, was die Grundgebirge von Spessart, Schwarz- und Odenwald im Westen ausgrenzt.

Das Südwestdeutsche Stufenland ist nach den Arbeiten der ehemaligen Bundesanstalt für Landeskunde eine Großlandschaft 2. Ordnung; das Oberpfälzisch-Obermainische Hügelland wird dabei zuweilen als eigenständige Großlandschaft 2. Ordnung aufgefasst.

  1. Meschede, Martin, 1957-: Geologie Deutschlands : Ein prozessorientierter Ansatz. Springer Spektrum, Berlin 2015, ISBN 978-3-662-45297-4, S. 182.
  2. Aufteilung seit 1969, wie sie noch bis zur Auflösung der Bundesanstalt Anfang der 1990er Jahre publiziert wurde.