Süleyman I.

Süleyman I., im Deutschen auch Suleiman (سليمان / Süleymān, genannt „der Prächtige“ und in der späteren osmanischen Geschichtsschreibung قانونی / Ḳānūnī / ‚der Gesetzgeber‘; geboren 6. November 1494, 27. April 1495 oder Mai 1496 in Trabzon; gestorben 7. September 1566 vor Szigetvár) regierte von 1520 bis 1566 als der zehnte Sultan des Osmanischen Reiches. Er gilt als einer der bedeutendsten Herrscher der Osmanen. Während seiner mehr als vierzigjährigen Herrschaft erreichten die geographische Ausdehnung und die Macht des Reiches ihren Höhepunkt.

  1. Der Beiname قانونی / Ḳānūnī / ‚der Gesetzgeber‘ fand erst später (insbesondere im 18. und 19. Jahrhundert) Verbreitung. Siehe Mehmet İpşirli: Lakap. Osmanlılar’da Lakap. In: Türkiye Diyanet Vakfı İslâm Ansiklopedisi. Band 27, TDV Yayını, Ankara 2003, S. 67.
  2. Tizian zugeschriebenes Gemälde, ca. 1530. Darunter die Tughra Süleymans I. mit entflochtenem Schriftzug: „Süleymān-şāh, Sohn des Ḫāns Selīm-şāh ist immer siegreich“.