SS-Hauptämter
SS-Hauptämter war ab 1931 der Oberbegriff für die einstigen Stabsabteilungen innerhalb der Reichsführung SS, welche nun schrittweise zu eigenständigen SS-Institutionen ausgebildet wurden.
Aus diesen Hauptämtern, und deren Unterabteilungen, entwickelte sich die Schutzstaffel im NS-Staat zu einem organisatorischen Dachverband. Ab spätestens 1942 bildete dieser einen Staat im Staate.
Die allumfassende Oberbezeichnung für die im Verlauf variierenden Hauptämter war ab den 1930er-Jahren „Reichsführung SS“.
Die SS-Hauptämter einschließlich ihrer Unterämter entstanden und entwickelten sich vor allem aus organisatorischen Notwendigkeiten einer personell immer größer werdenden SS, verbunden mit einem sich stetig ausweitenden hauptberuflichen Personal (Verwaltung, Wirtschaft/KZ), aus Partei-Schwerpunkten (Schutzfunktion, Rasse und Neu-Siedlungen), auch aus Rivalitätsgründen (Parallelstrukturen) und Versuche der Vereinnahmung und Umformung staatlicher Behörden, wie es beim RSHA und auch beim Hauptamt Verwaltung und Wirtschaft im Ministerium des Innern der Fall war.
- ↑ Hans-Ulrich Thamer: Ausbau des Führerstaates. Bundeszentrale für politische Bildung, 6. April 2005, abgerufen am 25. Juli 2023.
- ↑ Werner Best: Die Deutsche Polizei. Berlin 1941, S. 102/103.