Salvatorkirche

Salvatorkirche ist der Name von Kirchen, die Jesus Christus in seiner Eigenschaft als Salvator mundi (lateinisch für ‚Heiler‘, ‚Retter der Welt‘, Heiland), gewidmet sind.

Tag des Patroziniums ist Verklärung des Herrn, der 6. August, gregorianisch 19. August. Die Lateranbasilika, die auf Kaiser Konstantin zurückgeht, war ursprünglich dem Salvator geweiht (324, heute Sanctissimi Salvatoris et Sanctorum Iohannis Baptistae et Evangelistae). Das Salvatorpatrozinium war ab dem 8. Jahrhundert das Lieblingspatrozinium bei den Karolinger-Kaisern in Berufung auf die Nachfolge der römischen Kaiser beliebt. Das Kaiserhaus stellte Kirchen im königlichen Besitz sowie Pfalzkirchen und den Großteil aller organisatorisch bedeutenden Kirchen unter dieses Patrozinium. Verbreitet ist es auch im spanischen Raum, etwa als Patronat von El Salvador und zahlreichen Städten.

Siehe auch Erlöserkirche, protestantische Kirchen siehe auch Heilandskirche; Klosterkirchen siehe auch Salvatorkloster

Titelkirchen, Kathedralkirchen (Bischofskirchen), Basiliken, Sanktuarien u. ä.

In anderen Sprachen: englisch [St] Saviour, spanisch [San] Salvador, französisch [Saint-] Sauveur, italienisch [Santissimo] Salvatore [di Gesù], portugiesisch [São] Salvador

  1. Theodor Maas-Ewerd: Verklärung Jesu. III. Katholische. Liturgisch. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 10. Herder, Freiburg 2001, Sp. 679.
  2. A.W.: Salvatorkirche. In: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde. Band 107/108, 1957, S. 348.