Sammelurin

Als Sammelurin (auch: 24-h-Urin, 24-Std.-Urin, 24-Stunden-Sammelurin oder Sammelharn) bezeichnet man die über einen bestimmten Zeitraum gesammelte Urinmenge, im eigentlichen Sinne den 24-Stunden-Sammelurin zur Durchführung einer quantitativen Laboranalyse. Unter Umständen werden ärztlicherseits zuvor bestimmte Medikamente abgesetzt. Ebenso kann es sein, dass bereits einige Zeit vorher und während des Sammelns das Untersuchungsergebnis beeinflussende Lebensmittel vom Speiseplan vorübergehend ganz zu streichen sind.

Der Sammelurin beziehungsweise die davon entnommene Proben sind lichtgeschützt und kühl (zum Beispiel im Kühlschrank) aufzubewahren.

„In den USA wurde von den Fachgesellschaften die Sammlung des 24-h-Urins nicht mehr empfohlen, da die Sammelfehler zu häufig seien.“

  1. Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 268. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2020, ISBN 978-3-11-068325-7, S. 1556.
  2. Heinz Walter, Günter Thiele (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete, Loseblattsammlung, 6. Band, Urban & Schwarzenberg, München / Berlin / Wien 1974, ISBN 3-541-84006-4, S. S 23.
  3. Nicole Schaenzler, Gabi Hoffbauer: Wörterbuch der Medizin, Südwest Verlag, München 2001, ISBN 978-3-517-06318-8, S. 401.
  4. Ulrich Kuhlmann, Joachim Böhler, Friedrich C. Luft, Mark Dominik Alscher, Ulrich Kunzendorf (Hrsg.): Nephrologie. 6. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 2015, ISBN 978-3-13-700206-2, S. 40 f.