Santiago-Prinzipien
Die Santiago-Prinzipien (englisch: Santiago Principles) offiziell „Sovereign Wealth Funds: Generally Accepted Principles and Practices“ (GAPP), sind als globaler Standard von 24 freiwilligen Leitlinien konzipiert, die Best Practices für die Geschäftstätigkeit von Staatsfonds festlegen. Sie sind eine Folge des Bestrebens von Investoren und Aufsichtsbehörden, Managementprinzipien zu etablieren, die der mangelnden Transparenz, Unabhängigkeit und Governance in der Branche entgegenwirken. Sie sind Leitlinien für das Management von Staatsfonds, um ein stabiles globales Finanzsystem, angemessene Risikokontrollen, Regulierung und eine solide Governance-Struktur aufrechtzuerhalten. Bis 2016 haben 30 Fonds die Prinzipien formell unterzeichnet und sind dem IFSWF beigetreten. Sie repräsentieren zusammen 80 % des von Staatsfonds weltweit verwalteten Vermögens bzw. Zu der Zeit 5,5 Billionen US-Dollar.
Die Grundsätze werden vom International Forum of Sovereign Wealth Funds (IFSWF) gepflegt und gefördert. Die Mitglieder müssen die Grundsätze entweder bereits umgesetzt haben oder deren Umsetzung anstreben.
- ↑ Simon WillsonIMF Survey online: IMF Survey: Wealth Funds Group Publishes 24-Point Voluntary Principles. Abgerufen am 9. Juli 2025 (englisch).