Sauerbruch-Arm
Der Sauerbruch-Arm war eine von dem Chirurgen Ferdinand Sauerbruch konstruierte Prothese, die hauptsächlich für versehrte Kriegsteilnehmer des Ersten Weltkriegs gedacht war. Die hohen Kosten für die Prothese konnten jedoch nur wenige Betroffene aufbringen, so dass ihre Anwendung von vornherein nur begrenzt war. Dazu wurde bei dem verbliebenen Armstumpf durch das Muskelgewebe ein von Haut ausgekleideter Kanal gelegt, durch den ein Elfenbeinstab eingeführt wurde (später zwei Stäbe in zwei Kanälen). Damit konnte die Bewegung der verbliebenen Muskulatur im Armstumpf auf die Prothesenteile, insbesondere der Hand (die Hüfnerhand), übertragen werden.
- ↑ Sauerbruch-Arm aus dem Deutschen Medizinhistorischen Museum in Ingolstadt. Abgerufen am 15. Februar 2026.