Schäferei

Die Schäferei – im eigentlichen Sinn die Wander- oder Hüteschäferei – umfasst die Behütung, Zucht und Verwertung (Milch, Fleisch, Wolle, Leder) von Schafen. Sie begann vor rund 10.000 Jahren mit der Domestizierung des Schafes in Kleinasien und hat sich von dort über ganz Asien und Europa verbreitet.

Heute spielt sie in der Landwirtschaft Europas sowie in der Schafproduktion eine eher untergeordnete Rolle, während sie vor allem in Asien und Afrika noch als Subsistenzwirtschaft im Pastoralismus (Beweidung natürlicher Weidegründe als traditioneller Nomadismus oder moderner mobiler Tierhaltung) praktiziert wird. In Südeuropa und den Alpen findet teilweise noch eine (transhumante) Wanderweidewirtschaft mit Schafen statt, bei der ein jahreszeitlicher Weidewechsel zwischen Flachland und Gebirge über sogenannte Triftwege vorgenommen wird.

Die Wanderschäferei in Deutschland wird vor allem mit der Landschaftspflege (Offenhaltung der Weiden, die sonst verbuschen würden) in Natur- und Landschaftsschutzgebieten oder zur Deichpflege verbunden.