Schütteltrauma
Der rechtsmedizinische Fachbegriff Schütteltrauma, auch Schütteltrauma-Syndrom (engl.: shaken baby syndrome bzw. abusive head trauma), bezeichnet eine Folge einer Kindesmisshandlung, die bei Säuglingen oder Kleinkindern auftritt.
Wenn kleine Kinder, deren Nackenmuskulatur noch nicht stark genug ist, um den Kopf stabil zu halten, kräftig geschüttelt werden, kann so ein Schädel-Hirn-Trauma verursacht werden, wobei zusätzlich auch Blutgefäße und Nervenbahnen reißen können. Das Schütteltrauma-Syndrom zählt zu den häufigsten Ursachen von tödlichen Kopfverletzungen in dieser Altersgruppe. Bis zu 30 Prozent der betroffenen Kinder sterben daran, während rund 70 Prozent der Überlebenden Langzeitschäden erleiden.