Scharhörnbake

Die Scharhörnbake war für lange Zeit die wichtigste Bake der Nordseeküste. Sie wurde erstmals 1661 durch die Stadt Hamburg auf der Sandbank Scharhörn auf der Südseite der Außenelbe errichtet, über die Jahrhunderte immer wieder erneuert und 1979 endgültig abgebrochen. Von 1840 bis 1965 war sie mit einem Schutzraum für Schiffbrüchige ausgerüstet und war somit eine der fünf Rettungsbaken auf den Hochsänden der Nordsee. Heute existiert noch das Felssteinfundament im Watt vor Nigehörn.

Von 1898 bis zum 23. Dezember 1914 war die Scharhörnbake mit 29,10 m die höchste Bake der Nordseeküste. Die Gesamtkosten für die Bake betrugen 70000 Goldmark.

Sie brach häufig durch Stürme ein und wurde auch bei Ausbruch von Kriegen beseitigt, um den feindlichen Flotten die Navigation zu erschweren.

  1. Adolf Soetbeer: Ueber Hamburgs Handel. Hoffmann und Campe, 1840 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Horst Tschentscher: Rezension von Lang, A. W.: Entwicklung, Aufbau und Verwaltung des Seezeichenwesens an der deutschen Nordseeküste bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts : Bonn, Der Bundesminister für Verkehr, 1965. 1966, abgerufen am 18. April 2017.
  3. Manfred Temme: Vogelfreistätte Scharhörn, Verein Jordsand, 1967
  4. Leuchttürme, Feuerschiffe und Baken. In: Karlsruher Tagblatt. 24. Februar 1937, abgerufen am 1. November 2021.
  5. Gerhard Sagert: Dünen-Insel Scharhörn. Selbstverlag Sagert, Hannover-Linden 1976.