Scherenschnitt

Ein Scherenschnitt ist ein figuratives, meist aus Tonpapier oder -karton herausgeschnittenes, gegenständliches oder ornamentales Bild, und wird auch Schattenbild oder Silhouette genannt.

Der Fachbegriff für die kunsthandwerkliche Technik der Herstellung von Scherenschnitten lautet Psaligraphie (vom griechischen ψαλίδι [psalídi] = Schere und γράφειν [gráphein] = schreiben, zeichnen), sinngemäß also das Zeichnen mit einer Schere. Manchmal wird fälschlicherweise auch das Verfahren selbst, also die Tätigkeit, als Scherenschnitt bezeichnet; korrekte Bezeichnungen dafür lauten Scherenschnittkunst oder Silhouettenschnitt. International werden statt Begriffen, die vergleichbar mit Silhouettenschneider oder Scherenschnittkünstler sind, auch oft vereinfachend die Bezeichnungen Silhouetteur und Silhouettist für die Ausübenden dieser Kunst verwendet.

Dabei werden mit geeigneten Scheren und Klingen entweder freihändig oder entlang von vorgezeichneten Umrisslinien, normalerweise aus einem einzigen Blatt, teilweise sehr filigrane und komplizierte Motive ausgeschnitten. Das kann z. B. auch die mit Hilfe eines Pantografen übertragene und verkleinerte Kontur von einem Schattenriss sein.

Als Material wurde und wird traditionell hauptsächlich schwarzes Papier verwendet, welches üblicherweise nach Fertigstellung der Silhouette zwecks Fixierung für eine Rahmung auf einen kontrastierenden weißen Trägerkarton geklebt wird.