Schinderhannes bartelsi
| Schinderhannes bartelsi | ||||||||||||
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Schinderhannes bartelsi | ||||||||||||
| Zeitliches Auftreten | ||||||||||||
| Unteres Devon | ||||||||||||
| 407,6 bis 393,3 Mio. Jahre | ||||||||||||
| Fundorte | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Schinderhannes | ||||||||||||
| Kühl, Briggs & Rust, 2009 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Schinderhannes bartelsi | ||||||||||||
| Kühl, Briggs & Rust, 2009 | ||||||||||||
Schinderhannes bartelsi ist ein entfernter Verwandter der Anomalocarididae (Anomalocarida oder korrekter: Anomalocaridida), der bisher nur durch einen Einzelfund aus dem Unterdevon (vor ca. 400 Millionen Jahren) des Hunsrückschiefers überliefert ist. Seine Entdeckung war unerwartet, denn zuvor waren ähnliche Fossilien nur aus kambrischen Fossillagerstätten bekannt, die etwa 100 Millionen Jahre älter sind als der Hunsrückschiefer.
Anomalocariden sind Organismen wie Anomalocaris, von denen man annimmt, dass sie mit den Gliederfüßern (Arthropoden) entfernt verwandt sind. Allerdings unterscheiden sie sich erheblich von allen bekannten fossilen und rezenten Organismen – sie besaßen seitliche Loben zum Schwimmen und große Facettenaugen. Am auffälligsten ist ein Paar klauenähnliche „große Anhänge“, von denen man annimmt, dass sie die Nahrung dem Mund zugeführt haben. Diese Greifer sind segmentiert und weisen einen hohen Grad an Beweglichkeit auf.
- ↑ Gabriele Kühl, Derek E. G. Briggs, Jes Rust: A Great-Appendage Arthropod with a Radial Mouth from the Lower Devonian Hunsrück Slate, Germany. In: Science. Nr. 323, 2009, ISSN 0036-8075, S. 771–773, doi:10.1126/science.1166586.
- ↑ Stephen Jay Gould: Zufall Mensch. Das Wunder des Lebens als Spiel der Natur. W.W. Norton & Company/Hanser, München 1993, ISBN 3-446-15951-7 (englisch: Wonderful Life: The Burgess Shale and the Nature of History.).