Tagesschläfrigkeit

Tagesschläfrigkeit bedeutet in Schlafforschung und Schlafmedizin „Einschlafneigung“, also die Neigung des Hirns, vom Wachsein in den Schlafzustand überzugehen. Sie ist charakterisiert durch reduzierte zentralnervöse Aktivierung (Wachheit, Daueraufmerksamkeit) mit dem Drang zum Einschlafen. Oft ist sie Folge des nicht erholsamen Schlafs.

Monotone, also reizarme Situationen begünstigen das tatsächliche Einschlafen. Der Begriff „Tagesschläfrigkeit“ ist von „Müdigkeit“ im Sinne von zu wenig Schlaf abzugrenzen. In der Schlafmedizin wird zwischen Müdigkeit und Schläfrigkeit anhand mehrerer Merkmale unterschieden, beispielsweise sind monotone Situationen bei Müdigkeit kein Schlafstimulus, aber bei Schläfrigkeit schon.

  1. Boris A. Stuck, Joachim T. Maurer, Michael Schredl, Hans-Günter Weeß: Praxis der Schlafmedizin: Schlafstörungen bei Erwachsenen und Kindern Diagnostik, Differenzialdiagnostik und Therapie. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-34881-5, S. 27 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).