Schlafapnoe-Syndrom
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| G47.3 | Schlafapnoe |
| G47.30 | Zentrales Schlafapnoe-Syndrom |
| G47.31 | Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom |
| G47.38 | Sonstige Schlafapnoe |
| G47.39 | Schlafapnoe, nicht näher bezeichnet |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 7A40 | Zentrale Schlafapnoe |
| 7A41 | Obstruktive Schlafapnoe |
| 7A42 | Schlafbezogene Hypoventilation oder Hypoxämie-Störungen |
| MD11.4 | Schlafbezogene Cheyne-Stokes-Atmung |
| 7A4Y | Sonstige näher bezeichnete schlafbezogene Atmungsstörungen |
| 7A4Z | Schlafbezogene Atmungsstörungen, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) ist ein Beschwerdebild, bei dem während des Schlafes wiederholt Atmungsstörungen mit Hypopnoe (Minderbelüftung der Lunge bzw. alveoläre Hypoventilation) und/oder Apnoe (kurzfristiger Atemstillstand) auftreten. Das Schlafapnoesyndrom führt zu Schlafstörungen, einer damit als Leitsymptom einhergehenden Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) und weiteren Symptomen und Begleiterkrankungen.
Die kurzfristigen Atemstillstände wiederholter Apnoe führen zu einer verringerten Sauerstoffversorgung bei gleichzeitigem Anstieg des Kohlendioxidgehalts des Blutes und in deren Folge zu wiederholten Weckreaktionen. Diese Alarmreaktionen des Körpers führen jedoch meistens nicht zu einem bewussten Aufwachen, sondern lediglich zu erhöhten Körperfunktionen, beispielsweise beschleunigtem Puls und wiederholter Ausschüttung von Stresshormonen. Hierdurch wird die normale Schlafphasenabfolge gestört, sodass die Erholungs- und Regenerationsfunktion des Nachtschlafes teils erheblich gemindert wird. Da diese Reaktionen noch im Schlafzustand ablaufen, werden sie von den Betroffenen meist nicht bewusst wahrgenommen und bleiben auch später nicht in Erinnerung.
In der Schlafmedizin zählen die verschiedenen Formen des Schlafapnoe-Syndroms nach dem Klassifikationssystem für Schlafstörungen (International Classification of Sleep Disorders (ICSD)) zu den „Schlafbezogenen Atmungsstörungen“.
- ↑ Hilmar Burchardi: Ätiologie und Pathophysiologie der akuten respiratorischen Insuffizienz (ARI). In: J. Kilian, H. Benzer, F. W. Ahnefeld (Hrsg.): Grundzüge der Beatmung. Springer, Berlin u. a. 1991, ISBN 3-540-53078-9, 2., unveränderte Aufl. ebenda 1994, ISBN 3-540-57904-4, S. 47–91, hier: S. 67 f.
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