Schlafsack
Ein Schlafsack ist eine Hülle zum Schlafen, die den Körper mit Ausnahme von Kopf oder Gesicht (je nach Modell) umschließt. Der Oberstoff besteht je nach Verwendungszweck aus Leinen, Baumwolle, Vliesstoffen, Seide oder heute aus Kunstseide, und ist zur Wärmedämmung mit Kunstfasern, Wolle oder traditionell mit Daunen gefüttert. Die Form ist rechteckig oder mumienförmig, letztere ist heutzutage weiter verbreitet. Meist ist eine Kapuze vorhanden, selten auch Ärmel. Die meisten Schlafsäcke verfügen über einen seitlichen Reißverschluss, über den bei einigen Modellen zwei Exemplare zu einem breiteren Doppel-Schlafsack gekoppelt werden können. Aus Gründen der Hygiene kann ein Schlafsackinlett benutzt werden.
Schlafsäcke ersetzen sowohl die übliche Kombination aus Bettdecke und ggf. Unterbett (Bettware) als auch deren Umhüllungen/Bespannungen (Bettwäsche: Bezüge, Laken etc.). Sie ersetzen selten das Kopfkissen, häufiger den Kopfkissenbezug.
Schlafsäcke finden Verwendung als improvisierte Schlafstätte bei Übernachtung im Freien (Outdoor) und im Zelt sowie auf Reisen, besonders im Rucksacktourismus, beim Trekking und auf Expeditionen, häufig in Verbindung mit Isomatten oder Luftmatratzen als Schlafunterlage.
Bei der Verwendung im Außenbereich sind die wichtigsten Eigenschaften des Schlafsackes sein Temperaturbereich, in dem er dämmt, Masse und Packmaß.
Einer der Erfinder moderner Schlafsäcke war der Ski- und Faltbootpionier Carl Joseph Luther.
- ↑ 90 Jahre Faltbootwerft Bad Tölz Pionier, Museumskatalog, S. 49.